Wer in den letzten Tagen etwas Zeit auf Instagram verbrachte, der stellte sich vor allem eine Frage: “But why?”. Ein Pinguin, der zielstrebig in Richtung des ewigen Eises der Antarktis läuft. Es sind kleine Schritte, wacklige Schritte, und doch ist jeder von ihnen bewusst in den Schnee gesetzt worden. Wo dieser Pinguin aus der Naturdoku aus dem Jahr 2007 heute wohl steckt? Auf diese Frage haben wir keine zufriedenstellende Antwort gefunden. Aber wir haben die Antwort auf etwas Größeres: “But why?”. Warum läuft man in Richtung des scheinbar ewigen Eises? Was treibt einen an, stundenlang Auto zu fahren, in einem Sessellift zu frieren, nur um dann durch Schnee zu waten, hin zu einer spiegelglatten Fläche, umhüllt von Nebel? Ein Wort: Curling.
Wir schieben schwere Steine an. Wir schrubben mit kleinen Besen. Wir rutschen aus. Wir schreien. Wir kämpfen. Kalte Hände umgreifen Besenstiele. Augen, versteckt hinter schnellen Sonnenbrillen, taxieren das nächste Ziel. Die Alp Raguta 2026 hat Spuren hinterlassen: Ein Schlafsack, der nach Käsefondue riecht. Eine Müdigkeit, die uns nach einer Nacht im Matratzenlager noch allen in den Knochen steckt. Und vor allem eins: Emotionen. Die Steine sind hart, unsere Herzen sind weich. Nächstes Jahr sind wir wieder am Start, es lebe das Eis.








